Grüezi! Ich interessiere mich für viele verschiedene Themen, habe aber in letzter Zeit Marguerite Porete's Buch gelesen, das (frei nach Kapitel 66) anfängt, wo andere Bücher aufhören.
Meine Beiträge lassen sich allesamt unter dem Thema "Sprache" subsummieren:
Wittgenstein's Reflexion über die Aussage "Es kann dir nix g'schehn" diskutiert die Grenzen der Sprache.
Dann habe ich Leibniz' Vorstoss in Form seiner (logischen...) Gedankenkette in der Monadologie probiert gut zu repräsentieren. Leibniz' exakte Arbeit in seiner Monadologie führt bei Anmerkung 86 zu einer rational zureichenden Begründung des Satzes "Denn alles ist gut" aus Hölderlin's Gedicht "Patmos", womit der Zusammenhang aller für alle Menschen begründbar wird, was ich schön finde.
Und dann kommt natürlich Marguerite Porete, die die Grenzen der Sprache auf Weltklassenniveau spielerisch aushebelt, indem sie eigentlich schweigt und ihr Wissen anwendet: sie bezieht die lesende Person ein (muss es), bringt ihr auf vielfältige Weise kristallklar das demütige, hörende Schweigen bei und erzielt durch den dadurch dem Menschen zuteilwerdenden illokutionäre Akt der Offenbarung den Sprechakt - was für ein Hack! Obwohl ... nein ..., sie ersann keinen epischen Hack, Gott lässt sich ja nicht spotten ..., sie fand eine backdoor!
Tatsächlich trug ich schon einmal zu Wikipedia/Wikimedia bei - nur habe ich leider meine Zugangsdaten zum im Juni 2008 erstellten Benutzerkonto verloren. Dasselbe gilt für die dazumals verwendete E-Mail-Adresse :(
Genaue Aufschlüsselung meiner Beiträge zu Marguerite Porete
Organisaion und Transkription einer hochauflösenden Version des Manuskripts Chantilly BDC MS0157.